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Frau Bewußta & Herr Gernweiß

Frau Bewußta & Herr Gernweiß sind ein Gesprächspaar, das an den Dingen interessiert ist, die die Welt im Innersten zusammenhält (Goethe).

Seit 1995 sind sie beständige Begleiter von Wilhelm Pröls, der diese beiden in kurzen Geschichten die Grundthemen der Zusammenschau und des Neuen Denkens besprechen und erklären lässt.


Hier ist eines der ersten Gespräche:

Frau Bewußta trifft Herrn Gernweiß und fragt ihn, ob er schon gehört habe, dass DAS NEUE DENKEN gegen die KATEGORISCHE DUMMHEIT ankämpft. Als er ja sagt, fragt sie ihn, ob er wisse, was die KATEGORISCHE DUMMHEIT denn sei. Da erzählt der Herr Gernweiß der Frau Bewußta folgendes Gleichnis:
    Seit vielen Generationen bewirtschaftete eine Familie einen großen Obstgarten. Sie arbeitete hart und lebte gut von den Erträgen. Eines Tages sagte der Vater zur Mutter: Wir beide rackern uns ab wie unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern. Soll es unser einziger Sohn nicht besser haben? So beschlossen beide ihren Sohn studieren zu lassen. Dieser lernte fleißig und wurde Doktor der Betriebswirtschaft. Sein ganzes Interesse galt der Rationalisierung der Arbeit. Als nun nach dem Tod seiner Mutter auch der Vater starb, trat der Sohn die Erbschaft an. Es war Herbst und die Obstbäume hingen voller Früchte. Da sagte der Sohn: Wohlan, ich werde die mühsame Ernte mittels Leitern nicht auf mich nehmen!
    Und er fuhr in die Stadt, kaufte sich eine Motorsäge und fällte die Bäume. Tatsächlich ging nun das Obstpflücken viel leichter und schneller! Trotzdem wurde dieser Sohn ein Opfer der "KATEGORISCHEN DUMMHEIT", denn kein vernünftiger Mensch wird so handeln.
Darauf sagte Frau Bewußta: "Das ist noch gar nichts! Viel rationeller geht unsere Chemie vor. Zuerst verpestet sie das Wasser und die Luft, damit die Menschen Kopfschmerzen bekommen und dann verkauft sie Kopfwehtabletten. Leben wir nicht in einem wunderlichen Wirtschaftswunderland?"


Als die Frau Bewußta den Herrn Gernweiß wieder traf, sagte sie zu ihm: "Du, dein Gleichnis ging mir lange im Kopf herum. Hast du damit eigentlich die brutale Ausbeutung der fossilen Bodenschätze unserer Erde gemeint oder das Abholzen der Regenwälder? Oder hast du an das Ausblutenlassen der landwirtschaftlichen Betriebe gedacht oder an die Demontage der bodenständigen Industrie im Osten?"
Als Herr Gernweiß ihre Fragen nicht beantwortete, sprudelte es aus der redseligen Frau Bewußta heraus: "Wie siehst du denn eigentlich die Erfolgsaussichten im Kampf gegen die KATEGORISCHE DUMMHEIT? Wussten nicht schon die Römer, dass gegen die Dummheit selbst Götter vergebens kämpfen?"

Da erzählte Herr Gernweiß der Frau Bewußta folgendes Gleichnis:
    Seit vielen Generationen schöpfte eine Familie ihr Wasser aus einem tiefen Brunnen. Das Wasser war wohlschmeckend, köstlich klar und sehr bekömmlich. In der Familie war kaum jemals ein Kranker.
    Einst kamen Besucher aus der Stadt und sagten: "Seid ihr altmodisch mit eurem Plumpsklo! Kauft doch eine Pumpe, verlegt Wasserleitungsrohre, baut in euer Haus Bäder und Duschen und ein WC ein und wascht euch öfter am Tag!"
    So taten sie also, dachten aber nicht an die Abwasserbeseitigung! Der Wasserverbrauch stieg nun ständig.
    Bald war das Wasser nicht mehr wohlschmeckend. Da gaben die Menschen Chlor und andere Chemikalien in den Brunnen hinein. Nun bekamen die Menschen Hautausschläge und Allergien und klagten über Müdigkeit. Als die Krankheiten immer ärger wurden, wurde das Wasser bakteriologisch-serologisch untersucht.
    Wegen einer erhöhten Keimzahl und dem Nachweis von Fäkalcolibakterien wurde das Brunnenwasser daraufhin aus bakteriologischer Sicht für genussuntauglich erklärt.
    Was werden die Menschen nun gemacht haben?

Nach einigen Nachdenken sagte die Frau Bewußta: "Du meinst also, dass der zunehmende Leidensdruck die Menschen retten könnte?"